Headhunting in Deutschland

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Headhunting in Deutschland

Marktdaten

Laut dieser Studie vom Bundesverband der Personalmanager (Mai 2015) hat Headhunting im Jahr 2014 einen Umsatz von ca. 1,7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Dieser setzt sich zusammen durch die Leistungen der 6,175 Headhunter, die insgesamt ungefähr 53.300 Positionen besetzt haben. Interessant ist hier der Zusammenhang zwischen dem erwirtschafteten Umsatz und der Anzahl der angestellten Berater – je größer die Firma, desto größer der Umsatz und die Anzahl der besetzten Positionen pro Mitarbeiter.

Headhunting in Deutschland
Headhunting in Deutschland 2015 Quelle: Pexel.com

Der Mark für Personalberatung befindet sich seit der Krise im Jahr 2009 in einem stetigen Wachstum. Für das Jahr 2014 wurde mit einem Wachstum vom 6,3 % gerechnet. Hier können vor allem Branchen wie Maschinenbau mit 7,7%, Konsumgüterindustrie mit 7,0% oder Fahrzeugbau mit 6,9% von den anderen Branchen abheben. Diese Branchen, sowie die TIMES Branche (Telekommunikation, Informationstechnologie, Medien, Entertainment und Sport), nutzen insbesondere die Dienstleistungen der Personalvermittler.

Einsatz der Headhunter

Im Gegensatz zu der These des Bundesverbands der Unternehmensberater, dass die Berater vielmehr die komplette Wertschöpfungskette des Recruiting-Prozesses übernehmen, zeigt die Studie deutlich, dass die Personalberater vor allem bei der Kandidatenidentifizierung, Ansprache, Vorauswahl und bei Kandidatengesprächen eingesetzt werden. Dies kann wahrscheinlich auf die Tatsache zurückverfolgt werden, dass es in den Zeiten des Fachkräftemangels die eigenen Stellenanzeigen die nötigen Kandidaten nicht angelockt haben und, dass es den Unternehmen an Kapazitäten fehlt, Active Souring selber zu betreiben. Deswegen stützt man sich in diesem Bereich auf die Hilfe externen Dienstleister.

Intransparenz des Marktes

Aus der Perspektive der Personalverantwortlichen werden viele Verbesserungspotentiale des Marktes sichtbar. So ist es für viele Personaler schwer, zwischen guten und schlechten Headhuntern zu unterscheiden. Dies ist insoweit nicht überraschend, da dieser Beruf kein geschützter Beruf ist und jeder sich mit einem Gewerbeschein als Personalberater ausgeben kann. In den letzten Jahren haben sich viele unqualifizierte Menschen zu “Personalvermittlern” gemacht in der Hoffnung leichtes Geld zu verdienen. Dies hat insgesamt dazu geführt, dass das Vertrauen und der Ruf der Branche gelitten haben. 41% der Teilnehmer berichten von negativen Erfahrungen mit Beratern und mehr als 60% von gelegentlich unseriösen Beratern, die z.B. zu aufdringlich für eigene Dienste werben, das Preis-Leistung-Verhältnis nicht stimmt oder die vorgelegte Kandidatenliste nicht überprüft wurde.

Fazit

Als Ergebnis von diesen und anderen Faktoren setzen nur 33% der Unternehmen regelmäßig oder häufig auf die Hilfe von Headhuntern. Der Rest, auf Grund des Rufes oder schlechter Erfahrung, verzichtet entweder teilweise oder gar komplett auf die externe Unterstützung der Personalberater.

 


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